Einfach mal rumsitzen! Was passiert bei Meditation im Gehirn?

Einfach mal rumsitzen! Was passiert bei Meditation im Gehirn?

(* = Werbelink)

Meditation lernen

Sich ruhig hinsetzen, die Beine sind im Schneidersitz, der Rücken ist gerade, die Arme liegen auf den Knien und sind ausgestreckt, Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, die restlichen Finger sind gestreckt, die Schulter hängen locker nach hinten, die Augen sind geschlossen – der meditative Sitz!

Einfach an nichts denken

Bis zu 6 Stunden täglich meditieren die Mönche in den Klöstern auf der ganen Welt. Meditation beruhigt den Geist, sortiert das Chaos und die Gedanken im Kopf. Ziel der Meditation ist es, an nichts mehr zu denken. Das Gedankenkarussel zu stoppen, im Hier und Jetzt zu sein, sich so wahrzunehmen wie man ist, ohne Wertung. Einfach nur beobachten und an nichts denken. Am Anfang funktioniert das durch Beobachtung der Atmung am Besten. Zustätzlich kannst du auch deinen Herzschlag wahrnehmen, beobachten wie der Brustkorb sich langsam hebt und senkt.

Meditation kann jeder

Meditation ist eine Übungssache. Am Anfang werden die Gedanken direkt wieder präsent sein, immer wieder muss man diese beiseite schieben und sich auf die Atmung oder auch die Meditationsmusik konzentrieren. Mit ruhiger Musik kann man dies auch gut hinbekommen. Aber was genau passiert beim Meditieren im Gehirn? Die Wissenschaft beschäftigt sich schon länger mit dem Thema.

Was passiert beim Meditieren im Gehirn?

Was passiert genau in dem Moment, an dem wir an nichts mehr denken. Diese Merkmale kann man im Gehirn beobachten und nachweisen. Die Gehirnforschung hat festgestellt, das man sogar im Gehirn sehen kann, wenn man regelmäßig meditiert hat. Einzelne Bereiche des Gehirns sind besser durchblutet und stärker hervorgeprägt. Man hofft, dass durch die Meditation irgendwann auf die Medikation bei Depressionen und Angststörungen komplett verzichtet werden kann. Hierzu habe ich auch auch einen Artikel „Einfach mal rumsitzen – Was passiert bei Meditation im Gehirn?“ geschrieben.

Positive Effekte auf das Gehirn

Meditation wirkt sich positiv auf das Stressverhalten aus, die Konzentration wird gesteigert. Nach täglichem Meditieren von 45 Minuten wurde im Gehirn festgestellt, dass sich die graue Substanz im Hippocampus verdichtet hat. Diese Bereiche werden bei Stress im Gehirn geschädigt. Durch Meditation werden diese Bereiche wieder aufgebaut, und der Stress lässt nach. Als zusätzlichen positiven Effekt wurde festgestellt, dass durch Meditation die Hirnalterung verlangsamt wird. Vielleicht sogar hilfreich bei Alzheimer!

Wieder zu sich selbst finden

Gerade bei Depressionen- und Burnoutpatienten kann Meditation helfen, wieder zu sich selbst zu finden. Einfach mal wieder zur Ruhe zu kommen! Auch nach der Meditation wirkt der positive Effekt noch nach. Dein Geist ist ruhig und die Gedanken sind „abgestellt“. Man ist gelassener, und findet vielleicht auch wieder zu seinem Schlaf, falls man unter Schlafstörungen leidet.

Mehr als dein Körper und die Gedanken

Bei der Meditation lernst du dich besser kennen. Du horchst in dich hinein, merkst sofort wo es dir heute weh tut, wie es dir geht, wie dein momentanes Empfinden ist. Durch Meditation lernst du, das du mehr bist als nur dein Körper und deine Gedanken. Je länger du übst, desto intensiver werden die Meditationssitzungen. Man hat danach das Gefühl wie aus einem „Schlaf“ zu erwachen – man fühlt sich einfach wunderbar. Probier es doch einfach mal aus!

 

Hier noch ganzwunderbare Lieblingsstücke für deine Meditationsstunde:

Tolle Bücher für deine Meditationspraxis:

Yoga-Meditation für Anfänger*
Anne Trökes ist seit 1983 Ausbilderin für die Yogalehre und befasst sich als Pionierin mit dem Yogawissen und der Gehirnforschung.

Leben im Jetzt*
Eckhart Tolle beschreibt in seinem Buch, dass wir mehr sind als nur unsere Gedanken. Mit hilfreichen Tipps um das Gedankenkarussel zu stoppen!

Gesund durch Meditation*
Jon Kabat-Zinn beschreibt in seinem Buch wie man mit Hilfe von Meditation sich wieder selbstheilen kann. Die MBSR-Methode steht hierbei im Vordergrund!

Hierzu auch ein interessanter Bericht zu dem Thema:
https://www.dasgehirn.info/handeln/meditation/warum-meditation-5961

Namaste
Yogablog Ganzwunderbar
 

 

13 Comments

  1. Hallo Melanie,

    in Deinem Beitrag erklärst Du genau, wie sich regelmäßiges Meditieren körperlich und geistig auf den Einzelnen auswirkt. So lerne ich persönlich – und wohl auch viele andere, welche Prozesse Meditation im Körper anstößt. Ja, jetzt werde ich versuchen, mir täglich Zeit dafür zu nehmen.

    Gruß

    Paul

  2. Hi

    schön geschrieben. Ich habe in zwei Wochen meine erste Vipassana Meditation darauf freue ich mich schon total 🙂
    Ich mache mir nur sorgen ob ich überhaupt solange sitzen kann. Im Moment machen mir schon eine halbe Stunde Probeleme, danach habe ich oft Hüft- oder Knieschmerzen :/

    Alles Gute noch 🙂

  3. Hallo, ja das Sitzen…. Sieht so toll aus auf dem Bild, geht bei mir aber leider nicht mehr, meniski… Ich bin auch angemeldet fuer die Vipassana-„Reise“ und werde auf jeden Fall mein bequemes Sitzbänkchen mitnehmen 🙂 LG

  4. Meditation sollte von der Zeiteinteilung relativ frei sein. Jetzt gibt es ja auch Menschen, die wollen länger meditieren oder kommen über sagen wir mal 30 Minuten oder eine Stunde nicht raus. Und wer schafft es schon wirklich in Samyama (Versenkung) zu kommen…
    Ein Zustand, in dem weder Gedanken noch innere Bilder auftauchen und ablenken. Ein Zustand, bei dem man mit dem Objekt der Meditation verschmelzen kann und sogar Siddhis vorkommen können. Darüber hinaus geht es ja noch weiter. Um da überhaupt hin zu gelangen gibt es die sogenannten „Schlüssel der Meister“. Sie helfen Anfängern und Yogis/Yoginis wirklich in die ungeteilte Aufmerksamkeit zu kommen. Diese Schlüssel waren in alter Hindu- und Mayatradition bekannt, bzw. ägyptischen und keltischen Druidenpriestern ihrer Zeit. Sogar in Geheimbünden wurden sie bis heute nur ausgesuchten Personen anvertraut. Zur Zeit wird dieses Wissen in Seminarform weitergegeben. Wer es ernst meint und über Wellnessmeditation hinausgehen will bekommt dadurch entsprechende Hilfe.
    Namaste 🙂

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